Editha Kuenzel

Trainerin für Baby-Erste-Hilfe

Editha Kuenzel wuchs mit vier Geschwistern auf.

„Da war immer Trubel“, erinnert sie sich.

Eingebrannt hat sich der Tag, an dem ihr acht Monate alter Neffe in einem unachtsamen Moment irgendwie unter ein Kopfkissen geriet und auf einmal nicht mehr atmete. Instinktiv handelte die damals 22-jährige richtig und belebte den Saeugling wieder.

„So habe ich erfahren, dass es ganz einfach ist, Trauer zu verhindern, wenn man weiß, wie“, sagt die gelernte Kinderkrankenschwester.

Heute bringt sie Eltern bei, wie sie ihrem Baby Erste Hilfe leisten koennen. Denn das, was man im Pflichtkurs für den Fuehrerschein lernt, laesst sich nicht einfach auf Saeuglinge uebertragen.

„Ihr Atemrhythmus ist schneller, die Koerperproportionen ganz anders.“ Und Babys koennen nicht sagen, wo es wehtut.

In einem Kompaktkurs zeigt sie, wie man verschluckte Fremdkoerper aus dem Rachen bekommt und was bei Fieberkrampf oder Verbrennungen zu tun ist. Auch die Vorbeugung ist ein Thema. „Teiche abdecken und Putzmittel wegschließen“ zum Beispiel.

Foto: M.Wolff/ Text: dal